Platanthera bifolia | Weiße Waldhyazinthe

Der Name der Gattung mag zwar etwas verwirren (Hyazinthen zählen ja nicht zur Familie der Orchideen), der besonders abends verströmte süße Duft dürfte allerdings die Erklärung für diese Bezeichnung sein. Auffällig ist der lange, transparente, mit Nektar gefüllte Sporn. Die Art findet sich in Wäldern, auf Magerwiesen und auch in Flachmooren der collinen bis subalpinen Höhenstufe und ist in ganz Österreich verbreitet. Die Art kann in die zwei Unterarten P. b. subsp. bifolia und latiflora unterteilt werden. Manche Autoren unterscheiden noch die Varietät var. subalpina. Sie ist generell schmächtiger als die Stammart und wächst, wie der Name schon verrät, eher im Gebirge. In jüngerer Zeit wurde in Deutschland vom Ehepaar BAUM auch noch Platanthera muelleri beschrieben, die einer Hybride zwischen P. fornicata und P. chlorantha ähnelt, allerdings fertil ist und eigene Populationen bildet. Nach neuesten Forschungen von BLEILEVENS wird dieses Taxon nun mit dem älteren und damit gegenüber P. muelleri prioritätsberechtigten Namen P. pervia (Offensporn-Waldhyazinthe) benannt.

Verbreitung in Vorarlberg (nach P. Nachbaur)

Bedeutung der Symbole:

Angaben vor 1970

Aktuelle Angaben: Die unterschiedlichen Farbpunkte signalisieren den Gefährdungsgrad (Gefährdungskategorien nach Grabherr/Polatschek, 1986)

Kategorie „0“ ausgerottet, ausgestorben oder verschollen

Kategorie „1“ vom Aussterben bedroht

Kategorie „2“ stark gefährdet

Kategorie „3“ gefährdet

Kategorie „4“ potenziell gefährdet

Kategorie „-“ nicht gefährdet