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Orchis mascula subsp. mascula | Eigentliches Manns-Knabenkraut

Urprünglich kursierte die Meinung, dass diese Unterart nicht in Österreich vorkomme. Nachforschungen in den westlichen Bundesländern Österreichs belegten aber eindeutig das Vorkommen dieses Taxons. Die Kelchblätter sind im Gegensatz zu subsp. speciosa stumpf bis kurz bespitzt, die seitlichen Kelchblätter 7–10(15) mm lang, aufrecht, nach außen gedreht (dh Fläche seitwärts gerichtet); Lippe im vorderen Drittel 3-lappig, meist kürzer als der Sporn, Mittellappen höchstens etwas länger als die Seitenlappen. Die Unterart ist aus Salzburg, Tirol und Vorarlberg bekannt. Fotos: Peter Nachbaur (4)

 

In der Verbreitungskarte sind die Vorkommen ohne Unterscheidung der beiden Unterarten zusammengefasst. Von Nordosten verläuft durch Bayern zum Bodensee die Kontaktzone zwischen beiden Unterarten. Die subsp. mascula kommt vor allem in den unteren Lagen Nordvorarlbergs vor, die Unterart speciosa mehr im Süden und in der montanen bis alpinen Zone, während die Zwischenformen im ganzen Gebiet vom Tal bis in die mittleren Berglagen zu finden sind. Entweder sind diese  intermediär oder neigen entweder mehr zu ssp. mascula oder ssp. speciosa.

Verbreitung in Vorarlberg (nach P. Nachbaur)

Bedeutung der Symbole:

 

  Angaben vor 1970

 

Aktuelle Angaben: Die unterschiedlichen Farbpunkte signalisieren den Gefährdungsgrad (Gefährdungskategorien nach Grabherr/Polatschek, 1986)

 

  Kategorie „0“ ausgerottet, ausgestorben oder verschollen

 

  Kategorie „1“ vom Aussterben bedroht

 

  Kategorie „2“ stark gefährdet

 

  Kategorie „3“ gefährdet

 

  Kategorie „4“ potenziell gefährdet

 

  Kategorie „–“ nicht gefährdet

 

 

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